Was ist ein Schlaganfall?


Bei einem Schlaganfall - auch Hirnschlag genannt - kommt es zu einer Durchblutungsstörung, die wiederum dazu führt, dass die Sauerstoffversorgung des Gehirns kurzzeitig unterbrochen wird. Durch diese Unterbrechung sterben Hirnzellen ab. Es kommt zu neurologischen Ausfällen, wie beispielsweise Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen.

Ein Schlaganfall entsteht entweder durch eine Hirnblutung oder durch einen Hirninfarkt. Neben Herzinfarkten und Krebserkrankungen ist der Schlaganfall eine der häufigsten Todesarten in Deutschland und weltweit. Die Folgen können bis hin zur Pflegebedürftigkeit reichen. Entscheidend bei einem Hirnschlag ist, dass der Patient so schnell wie möglich behandelt wird. 

Denn je schneller eine Behandlung eingeleitet wird, desto größer ist die Chance, dass sich das Gehirn erholt und neurologische Ausfälle nur vorübergehend auftreten. Die besten Rehabilitationschancen haben übrigens Patienten, die innerhalb von zwei bis drei Stunden nach dem Hirnschlag ärztliche Hilfe erhalten.   

Ursachen

Die häufigste Ursache für einen Schlaganfall ist die Störung der Herzaktion. Eine gesunde Herzfunktion kann durch Vorhofflimmern, Bakterien, Blutgerinnsel oder verkalkte Fettablagerungen beeinträchtigt werden. Je älter der Patient, desto höher das Schlaganfallrisiko. 

Betroffen sind aber auch junge Menschen. Diese erleiden einen Hirnschlag hauptsächlich aufgrund eines Aneurysmas (Zerreißen eines arteriellen Gefäßes, meist in den Hirn- oder Halsgefäßen) oder als Folge einer Infektion. Denn Infektionen können Blutungen oder Durchblutungsstörungen hervorrufen und somit ebenso zum Absterben von Hirnzellen führen.   


Symptome

Welche Symptome bei einem Hirnschlag auftreten hängt davon ab, welches Areal des Gehirns von der unterbrochenen Sauerstoffversorgung betroffen ist. Denn die rechte Seite des Gehirns ist für andere Funktionen zuständig, als die linke Seite. Mit der rechten Gehirnhälfte werden eher emotionale Reize verarbeitet, während die linke Gehirnhälfte für rationales, logisches Denken verwendet wird. Das Sprachzentrum befindet sich beispielsweise bei den meisten Menschen in der linken Gehirnhälfte. 

Wichtig zu wissen: Eine strikte Trennung zwischen den Zuständigkeiten beider Hälften ist jedoch laut neuesten Studien überhaupt nicht möglich. Es gibt zwar Unterschiede zwischen beiden Seiten, aber es handelt sich hier um feine Abstufungen. 

Natürlich spielt es eine große Rolle, wie lange die Sauerstoffzufuhr unterbrochen war und wie viele Gehirnzellen abgestorben sind. Je nachdem spricht man von einem leichten oder einem schweren Schlaganfall. Typische Symptome eines Schlaganfalls sind: Taubheitsgefühl, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Schluckstörungen oder auch Gedächtnisstörungen.


Sonderfall

Bei einem stummen/stillen Schlaganfall werden keine essentiellen Hirnzellen geschädigt, das heißt es kommt nicht zu den typischen Symptomen und die Erkrankung bleibt deshalb oft unerkannt. Ein stiller Schlaganfall kann jedoch mit bildgebenden Verfahren wie CT oder MRT diagnostiziert werden. 

 

Risikofaktoren

Ein Schlaganfall kann jeden treffen, aber es gibt einige Faktoren, die die Erkrankung nachweislich begünstigen und auf die der Patient positiv Einfluss nehmen kann - im Gegensatz zu genetischer Veranlagung oder Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzschwäche. Typische Risikofaktoren sind:

  • Rauchen
  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Bewegungsmangel

 

Folgen 

Welche Folgen ein Schlaganfall hat, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Einige der häufigsten Probleme, mit denen sich Schlaganfallpatienten konfrontiert sehen, sind:

  • Fußheberschwäche
  • Gangunsicherheit/Stolpergefahr
  • Lymphstauungen
  • Lagerungsprobleme/Krallenhand
  • Inkontinenz
  • Immobilität
  • Sprachstörungen

 

Behandlung 

Nach einem Schlaganfall profitiert der Patient neben der richtigen Medikation und physiotherapeutischen Maßnahmen von Hilfsmitteln, die eine Rückkehr in den gewohnten Alltag erleichtern. 

Wir vom Sanitätshaus Samberger in München beraten Sie gerne - auch bei Ihnen Zuhause oder im Krankenhaus. Darüber hinaus kümmern wir uns ebenfalls um die Kommunikation mit Ihrem behandelnden Therapeuten sowie Ihrer Krankenkasse. Für die unterschiedlichen Folgen eines Hirnschlags haben wir passende Hilfsmittel auf Lager, die unsere Orthopädietechniker gerne individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen. Entweder konfektioniert oder maßgefertigt.