Kompressionstherapie

 

Wir halten Ihre Venen in Fluss! In der modernen Venen-, Ödem- und Narbentherapie ist das Tragen medizinischer Kompressionsstrümpfe und Kompressionsbekleidung die Basis einer erfolgreichen Therapie. Ob bei Venenleiden wie Krampfadern, Lymphödem, Lipödem, anderen Ödemerkrankungen, während der Schwangerschaft, im Rahmen der klinischen Kompression oder als Prophylaxe bei langem Stehen oder auf Reisen: Unsere Versorgungsmöglichkeiten in der Kompressionstherapie sind ebenso breit gefächert wie die Auswahl an medizinischen Kompressionsprodukten.

Die Funktionsweise ist wirkungsvoll: Durch die fachgerechte Kompression der Beine werden der lymphatische und der venöse Blutrückfluss verbessert – schmerzhafte Stauungen und Schwellungen gehen auf diese Weise zurück und senken somit auch das Risiko einer Thrombose. Optisch sind heute medizinischen Kompressionsstrümpfe von normalen Strümpfen kaum zu unterscheiden. Es gibt sie in attraktiven Trendfarben ebenso wie in gedeckten Farben. Gesundsein hat Stil!

Unsere Leistungen für Betroffene

In der modernen Venen-, Ödem- und Narbentherapie ist das Tragen medizinischer Kompressionsstrümpfe und Kompressionsbekleidung die Basis einer erfolgreichen Therapie. Unsere Versorgungsmöglichkeiten bei Samberger in München sind ebenso breit gefächert wie unsere Auswahl an medizinischen Kompressionsprodukten. Bei uns können Sie Ihre Beine vermessen lassen, um den optimalen Strumpf oder die optimale Strumpfhose zu finden - und das in einer (Trend-)Farbe Ihrer Wahl. Wir beraten Sie gerne bei allen Fragen rund um Prävention und Regeneration. 
 

Das Samberger Produktportfolio für Kompressionstherapie 

Bei Samberger können Sie konfektionierte, also vorgefertigte Kompressionsstrümpfe bekommen, aber auch individuelle, anatomisch passende Maßanfertigungen. Folgende Kompressionsprodukte bieten wir an:
 

  • Flachgestrickte Kompressionsprodukte in der Lymphtherapie und Narbenkompression
  • Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe in der Venentherapie
  • Konfektionierte Standardware auf Lager
  • Anfertigungen nach Maß
  • Anziehhilfen 
  • Pflegeprodukte

Was bedeutet Kompression?

Das Wort Kompression kommt aus dem Lateinischen und bedeutet “Zusammendrücken” oder “Zusammenpressen”. Unter medizinischer Kompression versteht man laut Duden die “Quetschung einer Körperstelle durch mechanische Einwirkung”. Das medizinische Fachgebiet, das sich mit Gefäßerkrankungen und damit auch mit dem Thema Kompression beschäftigt, nennt sich Phlebologie.

In der Kompressionstherapie wird mit medizinischen Hilfsmitteln wie z. B.  Kompressionsstrümpfen Druck auf ein bestimmtes Gewebe ausgeübt wird. Durch den Druck verkleinert sich der Querschnitt der Venen, die dadurch schneller sauerstoffarmes Blut abtransportieren können. Das führt wiederum dazu, dass das Gewebe besser durchblutet wird. Ziel der Kompression ist die Unterstützung einer gesunden Durchblutung.

 

Welche Arten von Kompressionstherapie gibt es?

Es stehen in der Regel drei verschiedene Kompressionstherapie-Arten zur Auswahl: der Kompressionsverband, die Kompressionsstrümpfe und Kompressionsgeräte für apparative intermittierende Kompression. Am Häufigsten wird mit Hilfe von Kompressionsstrümpfen therapiert. 

Hier gilt es dann zwischen Rund- und Flachstrick sowie den verschiedenen Kompressionsklassen zu wählen. Entscheidend dabei ist die Indikation. Welcher Kompressionsstrumpf der richtige ist, erfahren Sie von Ihrem behandelnden Arzt. Welche Farbe Ihnen am besten gefällt, können Sie im Sanitätshaus Samberger in München herausfinden.


Wie wird Kompression eingesetzt?

Kompressionstherapie hat zwei verschiedene Anwendungsgebiete: Einerseits dient sie der Behandlung von bereits existierenden Venenkrankheiten und Wasseransammlungen (Ödemen), andererseits kann Kompression auch präventiv, also vorbeugend, eingesetzt werden. Wie beispielsweise zur Leistungssteigerung im Sport (Sportkompression).



Anwendungsfall: Kompression im Sport

Immer mehr Sportler trainieren mit Kompressionsstrümpfen, weil diese die Durchblutung verbessern und die Muskeln dadurch schneller mit Sauerstoff versorgen. Diesen benötigen die Muskeln, um optimal arbeiten zu können. Durch Kompressionskleidung können außerdem die Muskelvibrationen verringert werden, was zu mehr Stabilität führt. 

Den größten Effekt hat Kompression im Sport allerdings auf die Regeneration. Sportler erholen sich nach dem Training durchschnittlich schneller, der Erschöpfungszustand und der Muskelkater werden als geringer wahrgenommen. Insgesamt entsteht durch Kompression also ein positiver Effekt für die Leistungsfähigkeit der einzelnen Sportler. 

 

Anwendungsfall: Kompression beim Reisen

Lange Flugreisen sind immer anstrengend für den Körper. Das beengte Sitzen im Flugzeug ist besonders unangenehm für Beine und Füße und kann unter Umständen, in Kombination mit anderen Risikofaktoren (wie z. B. Alter, Krampfadern etc.), zu einer sogenannten Reisethrombose führen. Wenn die Beine über mehrere Stunden nicht bewegt werden, verlangsamt sich der Blutfluss in den Venen. Die Beine werden schwer und schwellen an, die Waden fangen an zu schmerzen. All das können erste Anzeichen für eine Thrombose sein. 

Als Prophylaxe können sich Reisende, bei denen kein Venenleiden vorliegt, mit sogenannten Stütz- oder Reisestrümpfen ausstatten - einer schwächeren, nicht medizinischen Form der Kompression. Neben einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie dem Verzicht auf Alkohol und Kaffee ist auch Fuß- und Beingymnastik eine wichtige Vorsichtsmaßnahme. Falls der Verdacht auf eine Thrombose besteht, sollte immer ein Facharzt (Phlebologe) aufgesucht werden. 


Vorbeugung mit Stütz- und Reisestrümpfen

Wer in eine Risikogruppe für Venen- oder Ödemerkrankungen fällt, kann bereits einiges tun, bevor es zu einer Erkrankung kommt. Denn Stütz- und Reisestrümpfe werden immer vorbeugend getragen. Sie müssen nicht von einem Arzt verschrieben werden, da - im Gegensatz zum Kompressionsstrumpf - keine medizinische Indikation vorliegt. Auch Menschen, die weder Vorerkrankungen besitzen noch zu einer Risikogruppe zählen, können von Stützstrümpfen profitieren. 

Ob beim Sport, auf langen Reisen oder im Alltag: Überall, wo die Beine besonders beansprucht werden, man sehr lange steht oder sitzt, können Stütz- und Reisestrümpfe getragen werden. Sie verhindern, dass die Beine schwer werden und anschwellen. Die normale Blutzirkulation wird unterstützt und man fühlt sich nach einem anstrengenden Tag fitter als sonst

 

Welche Erkrankungen werden mit Kompression therapiert?

In den meisten Fällen verordnen Ärzte aufgrund folgender Erkrankungen eine Kompressionstherapie: 

  • Krampfadern (Varikosis)
  • Thrombose
  • Lipödem
  • Lymphödem
  • Bindegewebsschwäche
  • Verletzungen bzw. offene Wunden an den Unterschenkeln
  • Chronische Veneninsuffizienz
  • Schwangerschaftsödem
  • Venenverödung
  • Gefäßmissbildungen (Angiodysplasie)

 

Risikofaktor Venenleiden

Wenn Blut aus den Beinen nicht mehr schnell genug ins Herz zurück gepumpt werden kann, schwillt das umliegende Gewebe an. Die Betroffenen spüren Anfangs häufig nur ein Kribbeln oder Jucken. Je weiter die Venenerkrankung fortschreitet, desto offensichtlicher sind die Symptome. Der Blutstau kann zu starken Schmerzen führen. 

Venenleiden können vererbt werden und nehmen im Alter zu. Risikofaktoren wie z. B. lange Reisen, Temperaturen über 28° Grad Celsius, Bewegungsmangel, das Tragen von High-Heels oder eine Schwangerschaft können die Gefahr einer Erkrankung erhöhen. In den meisten Fällen spielen jedoch mehrere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise eine genetische Veranlagung, zu wenig Bewegung und regelmäßiges Rauchen.
 

Die Vorteile von Kompressionsstrümpfen

Das Tragen von Kompressionsstrümpfen stellt die ursprüngliche Funktion des Venensystems wieder her, indem es den Blutrückfluss zum Herzen beschleunigt. Durch den Druck, der dabei auf das Bein ausgeübt wird, können sich die Venenklappen wieder schließen und die Venen können somit Wassereinlagerungen, Stoffwechselabfallprodukte sowie Gewebsflüssigkeit wieder besser abtransportieren.
 

Kompressionsstrümpfe sorgen für:

  • Bessere Durchblutung
  • Schnellere Regeneration
  • Aktivierung der Muskeln
  • Vorbeugung von Verletzungen
  • Stabilisierung von Bändern und Sehnen
     

Richtiges Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Wer schon einmal einen Kompressionsstrumpf angezogen hat weiß, dass das durchaus eine Herausforderung sein kann. Doch genau dafür sind unsere Fachberater in den Sanitätshäusern von Samberger in München da. Dort wird Ihnen gezeigt, wie Sie den Strumpf am besten an- und auch wieder ausziehen. Als Unterstützung gibt es sogenannte Anziehhilfen, die vom Arzt verschrieben werden können. Das Anziehen fällt dadurch um einiges leichter. 
 

Kompressionsklassen I - IV

Kompressionsstrümpfe können in vier Druckklassen unterteilt werden: leicht, mittel, kräftig und sehr kräftig. Dabei unterscheidet sich die Andruckstärke des Kompressionsstrumpfes im Fesselbereich. Je schwerwiegender die Symptomatik, desto höher die Kompressionsklasse.

  • Klasse 1: Schwere Beine, keine Ödeme, leichte Krampfaderbildung
  • Klasse 2: Schwellungen, Ödeme, Thrombose, ausgeprägte Krampfadern
  • Klasse 3: Chronische Veneninsuffizienz, Thrombose, offene Wunden
  • Klasse 4: Lipödem, Lymphödem
     

Flachstrick vs. Rundstrick

Kompressionsstrumpf ist nicht gleich Kompressionsstrumpf, denn es gibt zwei voneinander abweichende Herstellungsarten: das Flachstrick- und das Rundstrick-Verfahren. Die Unterschiede zwischen beiden Verfahren sind die Dehnbarkeit des Materials, der dadurch ausgeübte Druck und die Tatsache, ob der Strumpf eine Naht besitzt oder nicht.

Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden mit gleicher Maschenzahl und abweichender Maschengröße hergestellt. Sie sind sehr dehnbar und üben nur leichten bis mittleren Druck auf den Fesselbereich aus. Strümpfe aus Rundstrick werden für die Behandlung von Patienten mit Venenleiden verschrieben.

Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe können individueller an die Anatomie ihres Trägers angepasst werden. Der Strumpf wird in einzelnen Teilen gefertigt und am Ende zusammengenäht - weshalb er im Vergleich zu den rundgestrickten eine Naht besitzt. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe sind kaum dehnbar und üben dadurch einen besonders hohen Druck auf den Fesselbereich aus. Patienten mit Ödemen, wie Lip- oder Lymphödem, werden mit dieser Art von Strümpfen versorgt.
 

Bitte beachten Sie: Die Informationen auf dieser Seite ersetzen keine Arztbesuch. Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Spezialisten.