Nachgefragt beim Experten: Blasenschwäche – was nun?

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Dazu befragen wir unsere Mitarbeiterin im Homecare-Außendienst, Frau Annette Essl. Sie ist examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin – und ein erfahrener Profi auf dem Gebiet der Inkontinenzversorgung.

Frau Essl, der unkontrollierte Harnabgang ist in unserer Gesellschaft leider immer noch ein Tabuthema. Gleichzeitig sind davon viele Menschen, auch jüngere, in unterschiedlicher Ausprägung betroffen. Wann sollte man sich Hilfe suchen?

Frau Essl: „Sobald man bemerkt, dass Harn unkontrolliert abgeht. Das kann zum Beispiel beim Husten, Niesen oder auch ganz unabhängig von der Situation passieren. Die Menge des Urins ist dabei nicht entscheidend – und reicht vom ständigen Tröpfeln bis zum schwallartigen Abgehen.“

Welche Möglichkeiten der Inkontinenz-Versorgung gibt es?

Frau Essl: „Je nach Ursache und Intensität der Harninkontinenz gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aufsaugende Einlagen sind beispielsweise in verschiedenen Größen und Saugstärken erhältlich. Für den Mann gibt es auch sogenannte Urinalkondome. Und darüber hinaus versorgen wir Patienten mit ableitenden Produkten, wie Kathetern. Als Sanitätshaus sind wir Spezialisten für die individuelle Versorgung und stehen gerne beratend zur Seite.“

Kann man einer Blasenschwäche vorbeugen oder gar entgegenwirken? Wenn ja, wie?

Frau Essl: „Ja, das ist möglich. Durch gezieltes Beckenbodentraining kann in vielen Fällen eine Harninkontinenz vermieden und eine leichte Form sogar gelindert oder geheilt werden.“

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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