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Enterale Ernährung

 

Energiespender! Nahrung liefert uns die wichtigen Nährstoffe, damit wir gesund, kraftvoll und vital durchs Leben gehen. Wenn Nahrung nicht mehr auf natürlichem Weg aufgenommen werden kann, werden Nährstoffe über künstliche Ernährung mit Sonden oder über den Darm zugeführt. Enterale Kost ist nach der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zusammengestellt und enthält alle wichtigen Nährstoffe, die unser Körper zum Leben braucht. Unsere Ernährungsexperten beraten Sie fachkundig über den Einsatz künstlicher Ernährung sowie Trinknahrung. Sprechen Sie mit uns!

Die wichtigsten Fakten über enterale Ernährung

In Deutschland wächst die Zahl der mangel- bzw. unterernährten Personen kontinuierlich. Mangelernährung entsteht aufgrund einer Unterversorgung des Körpers mit Energie und Nährstoffen über einen längeren Zeitraum. Die enterale Ernährung gilt heute als effektiver Bestandteil der Behandlung krankheitsbedingter Mangelernährung und spezifischer Krankheitsbilder. 


Was bedeutet enterale Ernährung?

Enteral bedeutet „den Darm betreffend“. Enterale Ernährung ist eine Form der medizinischen Ernährung und umfasst sowohl Trinknahrung als auch Sondennahrung. Die Nahrungszufuhr erfolgt in beiden Fällen über den Magen-Darm-Trakt. Bei der Sondenernährung wird der Zugang zum Magen über einen dünnen Schlauch hergestellt. Die Sonde wird entweder durch die Nase oder direkt durch die Bauchdecke gelegt. Der Patient kann durch enterale Ernährung mit allen lebenswichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen vollbilanziert versorgt werden.

 

Was ist der Unterschied zwischen enteraler und parenteraler Ernährung?

Es gibt zwei Arten von künstlicher Ernährung: Die enterale und die parenterale Ernährung. Von enteraler Ernährung spricht man, wenn die Patienten keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen können und entweder über eine Sonde oder mit Hilfe von flüssiger Trinknahrung ernährt werden. Parenterale Ernährung erfolgt über einen Venenzugang, der die Nährstoffe direkt in die Blutbahn leitet. Im Gegensatz dazu ist bei enteraler Ernährung der Magen-Darm-Trakt involviert. 

 

Die häufigsten Ursachen für Mangelernährung sind

  • Krebs
  • Demenz
  • Kau- und Schluckstörungen
  • Lungenerkrankungen
  • Kachexie (krankhafter Gewichtsverlust)
  • Künstliche Beatmung (Koma)
  • Flüssigkeitsrestriktionen (Herzinsuffizienz, Lungenödem)
  • Wundheilungsstörung 
  • Mukoviszidose
  • Gastrointestinale Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Perioperative Ernährung
  • Magersucht (Anorexia nervosa)
  • Bewusstseinsstörungen (Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall)

 

Vorteile und Ziele von enteraler Ernährung

Je nach Indikation kann man mit enteraler Ernährung verschiedene Ziele erreichen. In erster Linie werden natürlich Mangel- und Unterernährung therapiert. Damit die Therapie greift, soll der Patient wieder an Gewicht zulegen, es muss eine ausreichende Nährstoffversorgung gewährleistet sein und in manchen Fällen kann der Patient nach einiger Zeit wieder selbstständig feste Nahrung über den Mund aufnehmen.

Gegenüber der parenteralen Ernährung, die den Magen-Darm-Trakt komplett umgeht, hat die enterale Ernährung eine Reihe wichtiger Vorteile:
 

  • Vorbeugung einer Darmzottenatrophie
  • Erhaltung der Funktion des Verdauungstrakts 
  • Unterstützung des intestinalen Immunsystems 
  • Schutz der Darmschleimhaut (Versorgung mit Nährstoffen) 
  • Geringes Infektionsrisiko
  • Einfache Handhabung
  • Kostengünstige Anwendung
  • Kontraindikationen

 
Eine enterale Ernährung ist nur möglich, wenn die Verdauung über den Magen-Darm-Trakt einwandfrei funktioniert. Auf die Alternative einer parenteralen Ernährung über einen intravenösen Zugang greift man zurück, wenn schwere Erkrankungen im Bauchraum, Bauchfellentzündungen, innere Blutungen im Magen oder Darm, oder ein mechanischer Darmverschluss vorliegen.

 

Komplikationen bei Sondenernährung

Wenn möglich setzen Ärzte auf Trinknahrung, bevor sie auf Sondennahrung zurückgreifen. Denn die Ernährung durch eine Sonde birgt einige Risiken. Ist die Nahrung zu kalt, ist Luft beigemischt oder wird die Sondennahrung zu schnell verabreicht können Durchfall, Erbrechen oder Schluckauf auftreten. Außerdem kann Nahrung vom Magen des Patienten zurück in die Speiseröhre oder in die Atemwege gelangen (Reflux). 

Obwohl das Infektionsrisiko sehr gering ist, kann es unter Umständen durch Verunreinigungen der Sonde zu einer Infektion kommen. Darüber hinaus können z. B. schlecht lösliche Medikamente, Fruchtsäfte, Kaffee, Tee und alkoholische Getränke die Sonde verstopfen bzw. beschädigen.    

 

Richtiger Umgang mit Sondennahrung  

  • Lagerung und Verabreichung: Immer bei Raumtemperatur
  • Mindesthaltbarkeitsdatum beachten
  • Gründliches Händewaschen vor dem Umgang mit Sondennahrung 
  • Ausschließlich für enterale Ernährung hergestellte Nahrung 
  • Aufbewahrung angebrochener Flaschen oder Beutel im Kühlschrank (max. 24 Std.)