Ein Hoch auf die Höhe

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Die Bergkulisse weckt in fast jedem von uns ein Gefühl der sanften Poesie in Kombination mit dem kräftigen Erhabenen. Ein Aufenthalt in den Bergen hat zudem eine Vielzahl positiver Nebeneffekte: Die Bergluft in höheren Lagen ist gesund und gesundheitsfördernd. Hier kann man frei atmen – ein gutes Gefühl, zu spüren, dass es Körper und Geist besser geht.
 

Mal wieder richtig durchatmen – das tut Geist und Körper gut!

Viele Allergiker schwärmen, in den Bergen endlich wieder frei durchatmen zu können. Die dünne, reine, zumeist trockene Luft und eine erhöhte Sonneneinstrahlung bringen die körperlichen Abwehrmechanismen auf Hochtour, haben einen positiven Einfluss auf den Kreislauf und können vor einem Herzinfarkt schützen. Die Luft wird in den Höhen dünner und hat einen geringeren Sauerstoffgehalt. Dies zügelt den Appetit. Das heißt allerdings nicht, dass man den auf den Berghütten zumeist angebotenen regionalen und oftmals naturbelassenen Schmankerln widerstehen sollte. Die Kombination der Respekt gebietenden Landschaft und der körperlichen Betätigung, gepaart mit dem Genuss einer wohlverdienten schmackhaften Einkehr, machen eine Bergtour zu einem Rundumerlebnis für Körper, Geist und Seele.

Kraftreserven richtig einplanen

Gerade im Alter profitiert der Gelenk- und Muskelapparat besonders von der Bewegung an der frischen Luft. Der Körper produziert bei Bewegungsbelastung mehr Gelenkflüssigkeit und begünstigt einen weniger schmerzhaften, da reibungsloseren Bewegungsablauf. Wer einen Aufstieg plant, sollte auch immer genügend Kraftreserven für den Abstieg einplanen. Den Kniegelenken steht mit dem Abstieg das Schwierigste bevor. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich daher die Planung einer „Wander auf - Fahr ab -Tour“. Nach einem fordernden Bergaufstieg und dem entlohnenden Blick vom Gipfel, wird der Abstieg durch eine gelenkschonende sowie entspannende Bergbahnfahrt ersetzt.

Bergwetter ist speziell

Das engmaschige Netz gut präparierter und beschilderter Wanderwege in den deutschen Gebirgen sowie benachbarten Alpen bietet beste Bedingungen zur Betätigung und Erholung in der Natur. Doch bevor man nun seine Wanderschuhe schnürt, gilt es einiges zu beachten: Da wäre zum Beispiel das Wetter, bei dem Sie sich nicht nur auf die Prognose der gängigen Wetterportale im Internet verlassen sollten. Diese geben lediglich die Daten stationärer Wetterstationen wieder. Gerade in den Bergen kann das Wetter binnen weniger hundert Meter umschlagen. Die verlässlichsten Aussagen bieten Ihnen neben Bergwetter-Prognosen Einheimische vor Ort. Sie kennen „Ihre hiesigen Berge“ und sind in der Regel schon aufgrund ihrer eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten und Interessen sowie der langjährigen Erfahrung mit der Wetterlage gut vertraut. Am besten tauschen Sie sich mit Ihren Gastgebern über Ihre geplante Wanderroute aus. Oftmals wissen diese von nicht begehbaren oder gesperrten Abschnitten auf den Wanderwegen oder temporär geschlossenen Hütten und können Ihnen so eine ernüchternde Umkehr ersparen. Zudem springt vielleicht auch noch der eine oder andere „Geheimtipp“ für Sie dabei heraus.

Gut gerüstet auf Tour

Die richtige Ausrüstung ist für eine gelungene und sichere Wanderung Pflicht. Auch wenn Sie nur gelegentlich in den Bergen unterwegs sind, sollten Sie nicht am Schuhwerk und der Bekleidung sparen. Mit der korrekten Ausstattung und nach erfolgter Planung steht einer lustvollen Bergwanderung nichts mehr entgegen. Erleben Sie eine genussreiche Tour für Körper, Geist und Seele mit bleibenden Eindrücken.
 

Dieser Text erschien erstmals im SANITÄTSHAUS AKTUELL Magazin, Printausgabe 01/2016

 

Tipps für die richtige Ausrüstung


Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten und stimmen Sie die Wahl der
Wanderschuhe auf Ihren persönlichen Einsatzbereich ab. Neben wetterfestem
Material und einer bequemen Passform beachten Sie bei der Schuhgröße
mindestens eine Daumenbreite „Spiel“, damit Sie beim Bergablaufen nicht anstoßen.
Neue Schuhe sollten vor der ersten Wanderung immer in
mehreren Stufen eingelaufen werden. Gute Wandersocken erhöhen den
Tragekomfort und verhindern die Bildung von Blasen.

Bei der Wanderkleidung empfiehlt sich das „Zwiebelprinzip“.
Mit Bildung mehrerer atmungsaktiver, wind- und wasserfesten
Schichten sind Sie auf der sicheren Seite.

Keine Wanderung ohne Wanderrucksack für Wasser,
Pflaster, Sonnencreme und Co.. Mit einem sogenannten
Tagesrucksack (gepackt unter 10 kg) sind Sie gut beraten.

Wanderstöcke entlasten die Kniegelenke, insbesondere beim Bergabgehen.
Außerdem hat man durch das gleichmäßige Belasten von Armen und Beinen
im schwierigen Gelände so eine höhere Stabilität.